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Blütenweg Götzingen

Wildbienen

Bienen, Wespen und Ameisen zeichnen sich durch eine enge Einschnürung (Wespentaille) aus.

Die Weibchen weisen eine zum Stachel umgebildete Eilegeröhre auf. Ihre Larven sind Maden, die sie, im Gegensatz zu den Wespen und Ameisen, mit Pollen und Pflanzensäften versorgen. Je nach Art unterscheidet man Kropf-, Bauch- (1),Bein-, Schienen- (2) und Körbchensammlerinnen (3).

WildbienenartHonigbienen werden vom Menschen als Haustier zur Honiggewinnung und zur Bestäubung von Nutzpflanzen gezüchtet und gepflegt. Alle anderen Bienen werden „Wildbienen“ genann

Die meisten leben allein, einige in Gruppen und wenige bilden Staaten, z.B. Hummeln. Ihre Nester bauen sie in Höhlungen von Pflanzenstängeln, in Holzstubben, Mauerlöchern, in leere Schneckengehäuse und über 70% von ihnen im Erd­boden. Wildbienen sind sehr vielgestaltig und im Freien schwer zu bestimmen. Je nach Gestalt und Lebensweise werden sie unter anderem in Hummeln, Furchen-, Sand-, Woll- und Pelzbienen (4) eingeteilt.

WildbienenartenWeil sie ihre Brut mit Pollen versorgen, gehören sie zu den effektivsten Bestäuberinnen von Kräutern, Beerensträuchern, Obstbäumen und Feldfrüchten. Sie fliegen auch bei kühleren Temperaturen als Honigbienen, aber in der Regel nicht viel weiter als 150 m vom Nest. Viele benötigen für ihre Larven Pollen spezieller Pflanzen. Daher müssen zur Förderung der Wildbienen Nestgebiete und Blühareale gut aufeinander abgestimmt werden.

Einige der hier häufig vorkommenden Arten sind:

Holzbiene

Sie ist die größte einheimische Wildbiene (bis 3 cm). Sie ist schwarz, ihre Flügel schimmern im Licht blau (5). Sie bohrt Brutlöcher in Baumstubben und transportiert den Pollen im Kropf.

Mauerbiene

Die häufigsten Wildbienen in der Umgebung sind die Gehörnte Mauerbiene (6) und die Rote Mauerbiene (7). Sie nutzen Löcher in Mauern, Ziegeln und Pflanzenstängeln. Sie fliegen zwischen März und Mai und sind regelmäßig an den Bienenhotels anzutreffen.

Wollbiene

Ihre Nester baut sie in Erdlöchern, Fels­spalten, zwischen gelockertem Mauerwerk oder in Lehmwänden und kleidet sie mit abgeschabten Pflanzenhaaren aus (8). Man kann sie gut, vor allem den „Revierflug“ der Männchen, ab Juni bis Oktober an „pelzigen“ Pflanzen wie Wollziest beobachten.