Schmetterlinge
Schmetterlinge erkennt man an ihrem beschuppten Körper, langen Saugrüssel und ihren großen beschuppten Flügeln.
Aufgrund der Vielfalt in Morphologie und Lebensweise ist die Einteilung in Tagfalter und Motten bzw. Groß- und Kleinfalter für Biologen nicht mehr gültig. Viele „Tagfalter“ haben gekeulte Antennen (1) und breiten ihre Flügel in Ruhestellung flach aus (5, 6) oder stellen sie steil nach oben über dem Körper zusammen (1, 3, 4). Viele andere legen ihre Flügel in Ruhestellung schräg (2) oder flach über ihren Körper und haben fadenförmige Antennen.
Schmetterlinge entwickeln sich über ein Raupen- und Puppenstadium zum Falter. Viele Raupen ernähren sich über spezifische Futterpflanzen, daher ist eine reichhaltige Schmetterlingsfauna nur durch eine vielfältige Pflanzengemeinschaft gewährleistet.
Einige Schmetterlingsarten kommen nur in speziellen Habitaten vor (Zeigerorganismen): das Schachbrett im Grasland , der Kaisermantel am Waldrand mit Veilchen, der Kleine Sonnenröschen-Bläuling auf Trockenrasen kalkhaltiger Böden und Raupen des Zitronenfalters bevorzugen Faulbäume.

Die verschiedenen Schmetterlingsarten überwintern entweder als Ei, Raupe, Puppe oder Falter. Dabei nutzen sie Rindenspalten der Bäume, abgestorbene Grashalme, andere vertrocknete Futterpflanzen oder Naturhöhlungen bzw. Schuppen oder Keller.
Der Distelfalter jedoch überwintert im nördlichen Afrika und in Mittelmeerländern. Er ist ein Wanderfalter und kann unterstützt durch den Wind über 10.000 km weit fliegen. Wanderfalter orientieren sich an Landmarken, Sonnenstand und Erdmagnetfeld.
Schmetterlinge sind nicht nur schön, manche können als Raupe auch Schaden anrichten.
Aber die ökologische Bedeutung der Schmetterlinge überwiegt dies deutlich! Neben Bienen sind Falter wichtige Bestäuber. Falter und besonders Raupen sind eine energiereiche Nahrung für Vögel und Kleintiere. Auch gelten Raupen als Zersetzer von Pflanzenmaterial und somit Düngerlieferant.
Raupen leiden stark unter Pestiziden, intensiver Düngung mit Pflanzenverarmung, intensiver Mahd und Falter auch an nächtlicher Lichtverschmutzung. Ebenso verlieren Raupen bzw. Puppen Überwinterungsplätze, wenn z.B. ein Garten im Herbst aufgeräumt wird. Raupenförderung und ein bisschen „Stehenlassen“ dienen daher dem Schmetterlings- und Vogelschutz.