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Blütenweg Götzingen

Biotopverbund

Netzwerk der Natur

Viele Biotope sind für das Überleben von Arten zu klein oder eine isolierte Lage der Lebensräume erschwert den Austausch zwischen den Populationen, insbesondere bei wenig mobilen Arten, wie Amphibien, Reptilien und Insekten.

Der Biotopverbund ist ein weites Netz von Einzelbio­topen, das Lebensräume von Tieren, Pflanzen und anderer Organismen miteinander verbindet. Dies soll ermöglichen, dass diese „wandern“ und sich so genetisch austauschen können. Die Vernetzungen zwischen den Lebensgemeinschaften und funktionsfähige ökologische Wechselbeziehungen sind die Basis für eine biologische Vielfalt.

Auch die Klimaveränderung erfordert Anpassungen der Natur, da sich Verbreitungsgebiete von Arten verschieben. Der landesweite Biotopverbund unterstützt und fördert zum einen den Erhalt der wertvollen biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg. Zum anderen ermöglicht er aber auch Ausbreitungs- und Wiederbesiedlungsprozesse von Tieren und Pflanzen als Reaktion auf den Klima­wandel.

Tiere und Pflanzen stellen unterschiedliche Ansprüche an ihren Lebensraum. Der Biotopverbund unterscheidet deshalb für die offene Landschaft zwischen

  • trockenen Standorten
  • mittleren Standorten
  • feuchten Standorten

Der Biotopverbund besteht nach der Vorgabe des § 21 Absatz 3 BNatSchG grundsätzlich aus Kernflächen, Verbindungsflächen und Verbindungselementen.
Kernflächen bilden das Grundgerüst des Fachplans „Landesweiter Biotopverbund“. Sie enthalten wertvolle Vorkommen von Tieren und Pflanzen. Der Erhalt und die Pflege sowie die Verbesserung und Ausweitung der Kernflächen und Kernräume ist der Ausgangspunkt für die Stärkung des landesweiten Biotopverbundes. Suchräume sind Räume, die als „Trittstein“ geeignet scheinen, Tieren und Pflanzen das Erreichen weiter entfernt liegender Lebensräume zu ermöglichen. So wird die Vernetzung der Lebens­räume verbessert und die Durchgängigkeit der Landschaft erhöht.

Solche „Trittsteine“ sind beispielsweise Säume oder Blühstreifen entlang von Wegen, Äckern, Wäldern oder Gewässerrändern.
Sie müssen an die Bedürfnisse der jeweiligen Zielarten und deren Ausbreitungspotenzial angepasst sein. Die Suchräume geben Hinweise auf die kürzesten Verbindungen zwischen den Kernflächen bzw. Kernräumen.

In Deutschland sind Biotopverbund bzw. Biotop­vernetzung u. a. durch das Bundesnaturschutzgesetz (§21) angestrebtes Ziel. Auch im Naturschutzgesetz des Landes Baden-Württem­berg (§22) ist der Biotop­verbund verankert. So hat sich Baden-Württemberg zum Ziel gemacht, dass bis 2030 15 Prozent des Offenlandes zum Biotopverbund beitragen sollen. Es sind alle Gemeinden aufgefordert den Biotopverbund zu berücksichtigen und bei Planungen mit einzubeziehen. Damit soll eine Trendwende beim Artensterben erreicht und der Schutz der biologischen Vielfalt vorangebracht werden. Anhand der Darstellung (siehe Karte) sind die trockenen und mittleren Standorte in Götzingen und deren Vernetzung gut zu erkennen. Außerdem sind die einzelnen Biotope sowie Naturdenkmale enthalten. 

Biotop Verbund Götzingen