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Blütenweg Götzingen

Hummeln

Hummeln (lateinisch: Bombini) werden zu den „Echten Bienen“ (lat. Apidae) gerechnet.

Sie ernähren sich und ihre Brut (Maden) mit Pollen und Pflanzensäften. Hummeln erkennt man an ihrem pummeligen und pelzigen Körperbau. Sie weisen eine große Farbvariabilität auf. Dadurch ist ihre Bestimmung im Freien meist schwierig. Eine erste Zuordnung ist über die Färbung des Kopfes und das Streifenmuster am Brustkorb und Hinterleib möglich.

Alle Weibchen staatenbildender Hummeln (Königin und Arbeiterinnen) besitzen Pollenkörbchen an den beiden Hinterbeinen. (1)

Die Kuckuckshummeln haben keine Körbchen (2) zum Pollensammeln. Sie lassen ihre Nachkommen bei verwandten Hummelarten aufziehen.

Hummelweibchen können zwar stechen, aber nur in äußerster Not, sie wehren sich erst mit ihren Beinen.

Hummelstaaten können je nach Art bis zu mehrere hundert Individuen umfassen. Im zeitigen Frühjahr beginnt eine begattete Königin mit dem Nestbau, der Eiablage und versorgt selbst die ersten Larven mit einem Gemisch aus Pollen und Nektar (Bienenbrot) und wärmt sie mit ihrem Körper. Nach der Verpuppung schlüpfen aus ihnen die ersten kleinen Arbeiterinnen, welche die Königin bei der Aufzucht der Nachkommen unterstützen.

Je besser die Versorgung der Larven im Jahr wird, umso größer entwickeln sich die Hummeln. Ab etwa Juli treten Männchen (Drohnen) und fortpflanzungsfähige Weibchen (Jungköniginnen) auf. Nur begattete Weibchen überwintern allein, meist in Erdlöchern. Alle anderen sterben im Spätsommer bis Herbst.

Hummelbox für die Bestäubung im GewächshausHummeln sind wegen ihres Gewichtes bzw. ihrer langen Zungen wichtig (3) für die Bestäubung vieler Pflanzen in der Landwirtschaft sowie im Obst- und Gartenbau.

Beispielsweise bei geschlossenen Blüten (Ackerbohne, Erbse, Rotklee) bzw. Blüten mit langen Kelchen (Akelei, Fingerhut, Lungenkraut, Wiesensalbei). Hummeln werden auch zur Bestäubung im Gewächshaus von Tomaten eingesetzt (4). Sie sind effektive Bestäuberinnen, da sie länger am Tag und auch bei ungünstigem, kälterem Wetter und auch in größeren Höhen als die Honigbienen fliegen.