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Blütenweg Götzingen

Lebensräume für Insekten

Insekten

Sechsfelckwidderchen, Skabiosenschwärmer und GoldwespeInsekten bilden die artenreichste und vielfältigste Tiergruppe auf dieser Erde. Ihr Erfolg beruht auf 5 Faktoren: Kleinheit, Chitinpanzer, Flugfähigkeit, komplexes Nervensystem & Vermehrungspotenzial. Sie besitzen einen 3-gliedrigen Körper (Kopf, Brust, Hinterleib), 6 Beine und die allermeisten auch Flügel. Ihr Körper ist mit einem Chitinpanzer bedeckt. Er bietet Schutz und Stabilität. Besondere Sinnesorgane sind ihre Antennen und Augen. Mit Antennen nehmen sie Duftstoffe, z.B. von Blüten oder von Geschlechtspartnern, aber auch Luftschwingungen wahr. Einige können damit hören (Mückenmännchen). Manche Insekten ahmen andere nach und täuschen damit Gefährlichkeit vor (Mimikry). (1)

Hornisse und Große Hornisseschwebfliege

Insektenaugen

Insekten besitzen Facettenaugen und Punktaugen (2). Facettenaugen sind aus vielen Einzelaugen zusammengesetzt. Mit ihnen werden Ausschnitte der Umwelt wahrgenommen und im Gehirn zu einem Bild verarbeitet. Da diese Augen fest im Panzer eingebaut sind, können sie nicht bewegt und fokussiert werden. Das Insekt bewegt daher beim Beobachten stets den ganzen Kopf. Aber sie können ein sehr großes Blickfeld, sehr schnelle Bewegungen und einige ultraviolettes und polarisiertes Licht wahrnehmen. Die Punktaugen regeln den Tag-Nacht-Rhythmus und werden für die Flugsteuerung genutzt.

Punktaugen und Facettenaugen im Detail

Gichtwespe, Rosenkäfer und Zottiger ImmenkäferEntwicklung

Aus dem Ei schlüpfen Larven, die bei hemime­tabolen Insekten (3) (Libellen, Heupferd, Schaben, Wanzen) erwachsenen Insekten (Imagines) ähnlich sehen: die Nymphen. Holo­metabole Insekten haben besondere Larven­typen: Maden (Bienen, Wespen, Fliegen), Engerlinge (Käfer) oder Raupen (Schmetterlinge), denen ein Puppenstadium folgt. Da der Chitinpanzer nur bedingt gedehnt werden kann, wachsen die Larven durch Häut­ungen.

Lebensraum Wiese

Sehr viele Insekten ernähren sich von Pflanzen (Pollen, Nektar, Samen, Blätter, Wurzeln). Einige können viele, andere nur spezielle Pflanzen oder Pflanzenteile verwerten. Aufgrund von Landnutzung (Verstädterung, Verkehr, landwirtschaftliche Nutzungsstrategien, Pestizide) nimmt die Insektenpopulation ab. Damit gefährden wir die Bestäubung unserer Nutzpflanzen (Ernährung) und den Erhalt unseres Ökosystems. Eine vielfältige, standortgerechte und damit selbsterhaltende Wiesengestaltung ist daher Basis für eine erfolgreiche Insektenförderung.

Insekten auf Pflanzen 3 + 4