Die Dorfgeschichte von Eberstadt

Um 1550 erreichte die Reformation Eberstadt, es wurde evangelisch. Das Dorf war von jeher bäuerlich geprägt, so lebte die Bevölkerung hauptsächlich vom Landbau. 1806 wurden 17 Pferde, 4 Ochsen, 4 Stiere und 104 Kühe gezählt. 1871 lebten 599 Einwohner im Dorf, nach dem zweiten Weltkrieg weit über 600.
Die Gemeindereform in Baden-Württemberg (1975) brachte das Ende der Selbstständigkeit der Gemeinde Eberstadt, sie wurde ein Stadtteil von Buchen.
Vermutlich wurde Eberstadt als Siedlung zwischen dem 7. und 8. Jahrhundert von Bödigheim her gegründet.
Die erste zuverlässige Erwähnung als „villa dicta Eberstat“ ist datiert auf das Jahr 1285. Grabhügel aus der Hallstattzeit (etwa 800 v. Chr.) lassen auf eine frühgeschichtliche Besiedlung deuten. Wie in anderen benachbarten Orten übten zuerst die Edelherren von Dürn die Grundherrschaft aus, ab 1408 war Eberstadt alleiniger Besitz der Bödigheimer „Rüdt von Collenberg“.
Der gesamte Eberstadter Talkessel bis nahe Schlierstadt war Jahrhunderte lang ein einziger Sumpf. Eine Grabung anlässlich einer Mauerreparatur im Schloss bestätigte, dass die alte Eberstadter Wasserburg auf einem Rost von Eichenbohlen erbaut wurde, die in den Sumpf getrieben waren (etwa 1380). Das heutige Schloss ist ein einfacher Putzbau mit zwei runden Türmen an der Vorderfront und wurde 1755 errichtet. Im Schlossgarten hinter dem Dorfplatz steht ein ins 16. Jh. zu datierendes Mühlengebäude.
