Die Eberstadter Höhlenwelten
Im Muschelkalk rund um Eberstadt verbirgt sich ein ganzes Höhlensystem. Die berühmte Tropfsteinhöhle, die Kornäckerhöhle und weitere Höhlen zeigen eine faszinierende Unterwelt aus Gängen, Hallen und Tropfsteinen – und sind heute zum Teil für Besucher zugänglich.
Entdeckung der Höhle
Die Eberstadter Tropfsteinhöhle zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Baulands. Entdeckt wurde sie eher zufällig: Im Dezember 1971 führte eine Sprengung im nahegelegenen Muschelkalksteinbruch zu einem Durchbruch in einen Hohlraum. Arbeiter bemerkten einen Luftzug und fanden einen schmalen Zugang – dahinter verbarg sich eine bis dahin unbekannte Tropfsteinhöhle.
Forscher und Eberstadter Bürger untersuchten den Fund vorsichtig. Sie fanden eine beeindruckende Vielfalt an Tropfsteinen: Stalaktiten (von der Decke hängend), Stalagmiten (vom Boden wachsend) und sogar seltene Tropfsteinformen wie Sinterfahnen. Da die Höhle über Jahrtausende ungestört war, waren die Formationen in erstaunlich gutem Zustand.
Von der Entdeckung zur Schauhöhle
Die Höhle wurde ausgebaut: Ein Besucherweg sorgt dafür, dass Besucher die Höhle ohne Probleme erkunden können und die empfindlichen Tropfsteine nicht beschädigt werden.
Eine spezielle Beleuchtung sorgt seit 2015 dafür, dass die Höhle sichtbar wird und besonders schöne Stellen in Szene gesetzt werden.
Bereits 1973 wurde die Eberstadter Tropfsteinhöhle als Schauhöhle eröffnet und gehört seitdem zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region.
Die Eberstadter Höhlenwelten heute
Heute sind die Eberstadter Höhlenwelten weit mehr als nur die Tropfsteinhöhle. Sie umfassen: die Tropfsteinhöhle mit ihren 600 Metern begehbarem Weg, das Besucherzentrum mit Ausstellungsgebäude, in dem Besucher Spannendes über die Entstehung von Höhlen, Fossilien und das Leben im Untergrund erfahren, und verschiedene Naturerlebnispfade, die die Landschaft oberirdisch mit der Welt unter der Erde verbinden.