Wasservögel im Rinschbachtal
Hier am Nächstweiher, aber auch an der Strecke des Biodiversitätspfads besteht je nach Jahreszeit die Möglichkeit verschiedene Wasservögel zu sehen. Stockenten fühlen sich hier das ganze Jahr über wohl. Nur bei Eis und Schnee ziehen sie sich in mildere Gebiete in unseren Breiten zurück.
Graureiher
Der Graureiher ist groß und kräftig. Er ist an vielen Orten auch unter dem Namen Fischreiher bekannt. An der Oberseite ist sein Gefieder blaugrau, die Unterseite ist jedoch weißlich. Als häufigste Reiherart in Mitteleuropa kann man den Graureiher auch am Blütenweg in verschiedenen Lebensräumen antreffen, hier am Nächstweiher (1) und an anderen Gewässern, aber auch auf Wiesen lauert er seiner Beute auf. Er ernährt sich vor allem von Fischen und Amphibien. Graureiher fressen jedoch unter anderem auch Mäuse, Insekten oder Regenwürmer, weshalb sie auch manchmal auf einem Acker zu sehen sind.
Silberreiher
Neben dem Graureiher lässt sich auch der Silberreiher aus etwas Entfernung beobachten. Das Gefieder des Silberreihers ist komplett weiß. Er ist groß, hat lange Beine und eine elegante Gestalt. Zu finden ist der Silberreiher meist auf Beutesuche am Rinschbach oder auf den Wiesen in dessen Nähe. Der Silberreiher ernährt sich in erster Linie von Fischen, Amphibien und Wasserinsekten. Manchmal fallen auch kleine Landtiere wie Wühlmäuse dem Silberreiher zum Opfer. Silberreiher kommen in unseren Breiten nur als Wintergäste vor. (2)
Stockente
Die Stockente ist die wohl bekannteste Ente. Sie ist eine typische Schwimmente. Ihr Rumpf liegt hoch im Wasser und nur zur Nahrungssuche taucht der Oberkörper unter Wasser. Frei nach dem Motto „Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh“. Dabei suchen die Enten unter Wasser nach Nahrung. Sie fressen gerne Wasserpflanzen und Sumpfpflanzen sowie Sämereien, Beeren und Früchte. Es steht aber auch tierische Nahrung wie Kleinkrebse, Schnecken, Würmer, Laich, Larven und sogar kleine Fische auf ihrem Speiseplan. Die Stockente ist im Nächstweiher, im Brüchetweiher oder im Rinschbach zu sehen oder es ist das vertraute Quaken zu hören. Der Erpel (männliche Ente) ist grau gefärbt und hat einen weißen Ring um den Hals, eine dunkelbraune Brust und ist leicht am grün schimmernden Kopf zu erkennen. Der Name der Stockente ist auf den Umstand zurückzuführen, dass sie gerne in „auf den Stock gesetzten“ Weiden brütet (3).
Nilgans
Die Nilgans hat ihr Hauptverbreitungsgebiet in Afrika. Mit menschlicher Hilfe hat sie sich bis nach Mitteleuropa ausgebreitet und ist dauerhaft auch hier im Rinschbachtal angekommen.
Die Nilgans gehört zu den invasiven gebietsfremden Arten. Sie tritt gegenüber unseren heimischen Arten sehr dominant und aggressiv auf und konkurriert mit diesen um Nahrung und Nistplätze. Durch ihre Ausbreitung können deshalb unsere heimischen Arten beeinträchtigt werden.
Im Gegensatz zur Stockente gleichen sich bei der Nilgans beide Geschlechter (4), das Männchen ist unwesentlich größer. Nilgänse fressen überwiegend Gräser, Blätter und Samen, suchen aber auch Getreidefelder auf. Vereinzelt dürfen es auch mal Würmer oder Heuschrecken sein.