Kulturlandschaft des Baulands
Die Landschaft des Baulands ist landwirtschaftlich geprägt. In den Tälern und an den Hängen wird seit Jahrhunderten Landwirtschaft betrieben.
Auf den ungenutzten Hügeln des Baulands ist oft ein Waldbestand vorhanden. Die Menschen haben im Laufe der Zeit die vorhandene Naturlandschaft so gestaltet, dass die heutige Kulturlandschaft mit ganz eigenen Ökosystemen entstanden ist.
Folglich hat sich unsere Artenvielfalt nur aufgrund einer landwirtschaftlichen Nutzung entwickelt. Die hieraus entstandene Biodiversität gilt es zu bewahren.
Durch die Intensivierung der Landwirtschaft und die Vergrößerung zusammenhängender Nutzflächen verschwanden viele strukturgebende Landschaftselemente. Auch der Siedlungs- und Straßenbau hat negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt.
Die Landwirtschaft trägt als größte Flächennutzerin eine besondere Verantwortung gegenüber der Biodiversität in unserer Kulturlandschaft. Landwirte stehen jedoch auch unter einem finanziellen Druck. Die Betriebe müssen produktiv sein, um wirtschaftlich bestehen zu können. Trotz des wirtschaftlichen Drucks gibt es Möglichkeiten Naturschutzmaßnahmen an einigen und unproduktiven Standorten umzusetzen.
Einen positiven Einfluss auf die Biodiversität hat eine extensive Landnutzung, da hier Kleinstrukturen erhalten bleiben und auch nährstoffärmere Standorte genutzt werden. Blühende Randstreifen und Altgrasstreifen im intensiv genutzten Grünland sind weitere Möglichkeiten, um zum Erhalt der biologischen Vielfalt beizutragen. Schutz der Biodiversität ist aber nicht nur Aufgabe der Landwirtschaft.
Alle Bürgerinnen und Bürger, alle Teile der Gesellschaft tragen Verantwortung für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Der Erhalt unserer biologischen Vielfalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
„Nur in Partnerschaft mit unseren Landwirten können wir die Biodiversität in Baden-Württemberg erhalten.“
Peter Hauk MdL
Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz